Bärlauch Burger


An diesen Burgern finde ich die Kombination von Bärlauch und Lamm herrlich. Damit der Lammgeschmack nicht zu heftig wird, kommt gemischtes Hack (Lamm/Rind) zum Einsatz. Das gibt es am besten beim türkischen Supermarkt um die Ecke - da kaufe ich es (und viele andere Dinge) jedenfalls am liebsten. Der Bärlauch kommt in diesem Fall in die Burger Buns - die Burger selber brauchen dann, finde ich, keinen Bärlauch mehr. Die Buns sind luftig und gleichzeitig fest genug, damit sie beim Biß in den Burger nicht auseinander brechen und bröseln. Ich mache die Burger Pads in der Pfanne - aber das geht natürlich ebenso gut (oder noch besser) auf dem Grill.


Etwa ein Bund Bärlauch
270ml Wasser
20ml lauwarme Milch
30g Zucker
1 Würfel Frischhefe
550g Weizenmehl Type 812 (alternativ: Type 550)
50g geschmolzene Butter
15g Salz
1 Ei (M/L)

Vom Bärlauch die Stiele abschneiden und die Blätter gründlich waschen - sollte etwa 75g Bärlauchblätter ergeben. Die Blätter in den Blitzhacker geben und mit 100ml lauwarmem Wasser fein pürieren.

Restliches Wasser mit Hefe, Milch und Zucker vermengen, 5 Minuten stehen lassen.

Mehl in eine Rührschüssel geben, Bärlauch, Hefemischung, Salz, Butter und Ei dazugeben und in der Maschine auf Stufe 1 für 8 Minuten auf auf Stufe 2 für 2 Minuten kneten. Das ergibt einen straffen, recht klebrigen Teig, der sich zwar vom Schüsselrand, aber nicht ganz vom Schüsselboden löst. Den Teig abgedeckt bei Raumtemperatur zur Gare stellen bis sich das Volumen verdoppelt hat (etwa eine Stunde).

Teig mit der Hand auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausstrecken, die Teigoberfläche dabei leicht bemehlen und erst über die lange und dann über die kurze Kante falten. Den Prozess 3-4 Mal wiederholen. Zuletzt den Teig zu einer Rolle formen und auf der Arbeitsfläche mit einem feuchten Tuch abgedeckt etwa 30 Minuten gehen lassen. Danach den Teig in ca. 8 (je nach gewünschter Größe) etwa gleich große Stücke schneiden und rund formen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtem Backblech platzieren und mit einem feuchten Tuch abdecken. Etwa 30-60 Minuten gehen lassen bis sie ihr Volumen knapp verdoppelt haben.

Ofen auf 200°C bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Wenn Ihr die Buns auf zwei Bleche verteilt habt, könnt Ihr auch Umluft bei 180°C nehmen. Nach 10 Minuten auf 180°C respektive 160°C herunterschalten. Weitere 10 Minuten backen. Wer mag kann die Kerntemperatur kontrollieren; sie sollte bei 95+°C liegen.

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Bärlauchburger Zutaten
Bärlauchpüree und Hefeansatz
Bärlauchburger Teig vor Stockgare
Teig vor Stockgare
Bärlauchburger Teig nach Stockgare
Teig nach Stockgare
Bärlauchburger Teig vor Stückgare
Teig vor Stückgare
Bärlauchburger Teig nach Stückgare
Teig nach Stückgare
Bärlauchburger - die Buns!
Fertige Buns

Etwa 1,5 kg gemischtes Hack von Rind und Lamm
Keimöl zum Anbraten
Salz, Pfeffer
1 reife Avocado
1 mittelgroße Zwiebel
2 Tomaten
1 Romanasaltherz

Pro Burger ca. 200g Hack zu einem Burger Pad formen. Avocado halbieren, Kern entfernen und in Scheiben schneiden. Avocadoscheiben in den Zitronensaft geben, damit sie nicht braun werden und noch etwas Säure in den Burger bringen. Zwiebel und Tomaten in Scheiben schneiden. Keimöl in der Pfanne erhitzen und Pads bei mittlerer bis starker Hitze 2-3 Minuten auf jeder Seite anbraten (je nachdem ob man es eher medium oder eher gut durch mag). Danach salzen und pfeffern. Burger Buns aufschneiden und Innenseiten nach Belieben mit Senf und/oder Ketchup bestreichen - wer mag kann sie vorher noch antoasten oder im Backofen kurz hellbraun rösten. Unterseite mit Zwiebelringen und Avocado belegen, salzen und pfeffern. Dann Salatblatt und Burger Pad, Tomaten und nochmal Zwiebelringe darauflegen. Oberhälfte darauf legen und fertig!


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Bärlauchburger
Bärlauchburger
Bärlauchburger

Und dazu … ?

Dazu esse ich am liebsten einfach einen Salat. Die Burger Buns sind relativ groß, die Pads auch - da braucht es für mich keine Pommes o.ä. mehr dazu. Aber jeder Jeck ist anders.

Am einfachsten trinkt man dazu ein kühles Bier. Aber es geht auch ein kräftiger Rotwein, z.B. ein Les Mas von Clavel, das ist quasi unser Hauswein. Etwas nicht-alkoholisches geht natürlich theoretisch auch.